Über das Colleg

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Über das Colleg für FamilienPädagogik

 

Entstehung

„Eure Kinder sind nicht eure Kinder.
Sie sind die Söhne und Töchter der Sehnsucht
des Lebens nach sich selber“.
(Kalil Gibran)

 

Das Colleg für FamilienPädagogik wurde 1999 anlässlich der Ausbildung von SOS-Kinderdorf-Müttern/Vätern in Österreich gegründet. Wir haben damit einen zukunftsweisenden Impuls im Bildungsbereich gesetzt und die Professionalität von Fachkräften in der Familienerziehung in den Mittelpunkt gesetzt.

FamilienPädagogik bezeichnet die Professionalität von Fachkräften, welche berufliches Handeln und das Leben mit Kindern und jungen Menschen miteinander verbinden und sich zu diesem Zwecke auf eine gemeinsame Lebenswelt (-form) einlassen.

FamilienPädagogik beschäftigt sich daher mit
  • der Wirksamkeit als ganze Person im erzieherischen Prozess,
  • Hintergründen und Auswirkungen von seelischen Belastungen
  • einer entwicklungsförderlichen Gestaltung des Beziehungsgefüges und der Umwelt
  • der angemessenen und auftragsbezogenen Entwicklung von Betreuungsprozessen und der
  • Sicherung von Betreuungsqualität.


Die persönliche und fachliche Kompetenz dieser Berufsgruppe ist schon kurz nach der Gründung des SOS-Kinderdorfes in den Vordergrund gerückt und es wurden mehrmonatige Schulungen angeboten. Vor Gründung des Collegs für FamilienPädagogik wurden SOS-Kinderdorf-Mütter von Österreich, Deutschland und Luxemburg 35 Jahre lang gemeinsam in Mörlbach (Bayern) in einer einjährigen Vollform zur Fachkraft der Heimerziehung ausgebildet.

 

Das Colleg für FamilienPädagogik hat sich seit der Entstehung umfassend erweitert und bietet seit 2003 eine berufsbegleitende Ausbildung für Fachkräfte in der Familien- und Sozialpädagogik an. Ebenfalls wurde das allgemeine Weiterbildungsprogramm für Fachkräfte in der Jugendwohlfahrt, welches bis 2002 das Sozialpädagogische Institut des SOS-Kinderdorfes organisiert hatte, vom Colleg für FamilienPädagogik übernommen. Seit 2007 bieten wir auch Zusatzqualifizierungen für dieses Feld in Form von Lehrgängen an.

 

Leitbild

In unserem Ansatz gehen wir von einem ganzheitlichen Menschenbild aus. Wir sehen die Wirksamkeit des pädagogischen Handelns in einer Synthese zwischen der Beziehungs- und Bindungsfähigkeit, Emotionalität und persönlichen Integrität einerseits und in professionellen Haltungen und Zugängen, Rahmenbedingungen und der Reflexionsfähigkeit andererseits. Die Kompetenzen für diesen Bereich beziehen sich daher auf das Zusammenspiel zwischen den persönlichen, fachlichen als auch methodischen Kompetenzen.

Für diesen ganzheitlichen Ansatz im Rahmen unser Angebote haben wir das Motto: „Mit Herz und Kompetenz junge Menschen im Leben begleiten!" entwickelt.

  • Wir stellen die Würde, die Einzigartigkeit und den Respekt vor jedem Menschen ins Zentrum.
  • Jeder Mensch wird als autonom Handelnder wahrgenommen.
  • Die Echtheit in der Begegnung ist für die Wirksamkeit des Handelns entscheidend.
  • Eine positive emotionale Ebene stellt die Voraussetzung in der Beziehungsarbeit dar.
  • Wir setzen an den Ressourcen eines jeden Menschen an und eröffnen neue Handlungsmöglichkeiten.
  • Entwicklung wird als Prozess begriffen.
  • Die aktive Auseinandersetzung mit sich selbst und der Umwelt ist Voraussetzung für kompetentes Handeln.
  • Ein verstehender Zugang wird zu anderen Menschen entwickelt.


Um solche Kompetenzen und Einstellungen bei MitarbeiterInnen in der Kinder und Jugendhilfe zu entwickeln und zu pflegen, legen wir großen Wert auf eine kooperative, lernförderliche Begegnung sowie auf hohe fachliche Kompetenz bei der Durchführung unserer Aufgaben.

In unserem Handeln orientieren wir uns daher an folgenden Haltungen:
  • Wir begreifen uns selbst als lernende Organisation.
  • Wir arbeiten prozessorientiert und entwickeln unsere Qualität weiter.
  • Wir sind uns unserer Vorbildwirkung in der Beziehungsgestaltung und im Umgang mit Anforderungen bewusst und reflektieren unser Verhalten kontinuierlich.
  • Wir lösen Probleme im Dialog.
  • Wir knüpfen am bestehenden Wissen an und regen Innovationen an.